50 Jahre GVL: 50 Jahre kollektive Rechtewahrnehmung der by Guido Evers, Tilo Gerlach

By Guido Evers, Tilo Gerlach

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Es handelt sich nicht um oft unzureichende Buy-Outs, sondern um die völlig fehlende vertragliche Vergütung für künstlerische und kompositorische Leistungen. Die TV-Produktionsfirmen verweisen auf fehlende Budgets und nötigen den wirtschaftlich abhängigen Künstlern sogenannte Autoren- und Lizenzverträge ab, die ihnen keinerlei vertragliche Vergütung gewähren und sie ausschließlich auf die GEMA-Ausschüttungen für ihre Kompositionsleistung vertrösten. Zusätzlich aber müssen die künstlerischen Produzenten in ihrer Eigenschaft als Komponisten den TV-Pro______ 7 Amtliche Begründung UFITA 45 (1965), 240, 315; Rossbach, Die Vergütungsansprüche im deutschen Urheberrecht – Praktische Wahrnehmung, Rechtsverkehr und Dogmatik (1990) S.

B. § 78 Abs. 2 UrhG und die gesetzlichen Schrankenbestimmungen), gerechtfertigt durch soziale Gründe oder ansonsten unkontrollierbare Massennutzungen. Zum anderen sind sie faktischer Art: Der einzelne Künstler kann sein Ausschließlichkeitsrecht oft gegenüber der Markt- und Nachfragemacht bestimmter Verwerterunternehmen nicht oder nur unzureichend durchsetzen, so dass ihm die Vermarktung gegen angemessene Vergütung mitunter unmöglich wird. Dies soll ein Beispiel veranschaulichen: Immer häufiger verwehren TV-Produzenten (gerade auch von erfolgreichen Serien bzw.

4 Loewenheim-Vogel, a. a. , § 38 Rn. 16. 5 Loewenheim-Vogel, a. a. , § 38 Rn. 37; BVerfGE 31, 275 ff. – Schallplatten; BVerfGE GRUR 1990, 181, 183 – Vermietungsvorbehalt; BVerfGE GRUR 1990, 438, 441 – Bob Dylan sowie Loewenheim-Vogel, a. a. , § 38 Rn. 27: Der Grundsatz, nach dem der Urheber tunlichst an jedem wirtschaftlichen Nutzen, der aus seinem Werk gezogen wird, zu beteiligen ist, gilt sinngemäß auch für ausübende Künstler im Rahmen der ihnen zustehenden Rechte. 6 Schricker/Loewenheim-Krüger, a.

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